Die Geschichte von Darup

Zur Geschichte von Darup
 

Die Frühgeschichte ist lange Zeit durch Fälschungen bzw. Erfindungen des Nottulner Kaplans Albert Wilkens (†1828) verfälscht worden. Danach sei beim Vordringen Karls des Großen vom Rhein her über Bocholt 779 durch den Koeswald gegen die Burg Nottuln von den Sachsen unter Anführung zweier Brüder Roibart und Luibert Widerstand geleistet worden; der erste sei in fränkische Gefangenschaft gefallen, der andere habe sich schwer verwundet in die Burg zurückgezogene und sei seinen Verletzungen erlegen .

Alte Diele zur JahrhundertwendeIn einem alten Lagerbuch (das nach Albert Wilkens angeblich 1803 in Nottuln vorgefunden worden sei) heißt es vom jetzigen Ort Darup: „locum, quo inhumata sunt corpora, Dotharpa habitantes dixerunt“, d. i. Doddarp, Todtendorf (Dodendorf), später Dodorpe, wobei die Silbe Do (von Do'rf) weggefallen ist; 1498 hieß der Ort Dodorpp. Darup heißt urkundlich 1313 Dodorpe, 1323 Dadorp, 1374 Dodorp, 1400 noch „tho Dodorpe“. Beide Erfindungen haben bis weit in das 20. Jh. als Gründungssmythos in Darup nachgewirkt.

Keimzelle des Ortes ist eine größere bäuerlicher Reihensiedlung am Rande eines Esches (Ackergewannes). An deren Rand wurde vermutlich im Hochmittelalter eine Kirche als bischöfliche Eigenkirche errichtet. Der heute erhaltene gotische Bau beherbergt als kunsthistorisch herausragendes Kleinod den "Daruper Altar“, ein mittelalterliches Tafelgemälde aus der Schule des Konrad von Soest um 1420. Der Turm der Pfarrkirche birgt eine klanglich sehr schöne alte Marienglocke, gegossen 1529 von Wolter Westerhues, ferner drei weitere Glocken von 1946, gegossen von Petit & Gebr. Edelbrock zu Gescher.

In direkter Nachbarschaft zur Pfarrkirche befindet sich das mit einer Gräfte umgebende Haus Darup, ein Herrenhaus, dessen Geschichte bis in das Mittelalter zurückreicht, als hier die Herren von Dodorpe lebten. Später gehörte es den Familien von Raesfeld, von Galen, von Plettenberg und schließlich bis 1929 den Freiherren von Bönninghausen. Ab 1816 war es für einige Jahre unter Landrat Dr. Clemens Maria Franz von Bönninghausen Sitz der Verwaltung des neu gegründeten Kreises Coesfeld. Bönninghausen sollte sich später vor allem als MitbegrDaruper Kapelleünder der Homöopathie einen Namen machen. Seine wohl bekannteste Patientin war die Dichterin Annette von Droste zu Hülshoff.

Unweit des Ortes erhebt sich auf dem Daruper Berg die 1753/54 errichtete Wallfahrtskapelle zum Heiligen Kreuz, die ein lebensgroßes Kruzifix aus Sandstein (errichtet 1718), beherbergt, dass sich auch heute noch einer großen Verehrung von zumeist Einzelpilgern erfreut. Offiziell wurde Darup im Jahre 1941 durch Dekret des Bischofs von Münster, Clemens August Graf von Galen, zum Wallfahrtsort des Bistums Münster erhoben.

Darup ist von zahlreichen malerischen Rundwanderwegen quer durch die Baumberge umgeben. Am Wegesrand finden sich zahlreiche alte Wegekreuze und Bildstöcke, die Zeugnis von der starken Verwurzelung des christlichen Glaubens in der Region ablegen.

(Aus Wikipedia)

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